Katrin Dreher
Praxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie bedeutet wörtlich übersetzt „Behandlung der Seele“, es geht also um die Behandlung von seelischen Problemen.

Mit psychotherapeutischen Methoden werden Störungen des Denkens, Handelns und Erlebens identifiziert und therapiert.


Laut Definition ist die Psychotherapie die Feststellung, Heilung und Linderung von psychischen Krankheiten. D.h. die Behandlung von psychischen Störungen mit Krankheitswert, dazu zählen unter anderem Depressionen, Ängste, Zwänge, Suchterkrankungen, Essstörungen, psychosomatische Erkrankungen und Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen. 

Immer häufiger werden psychotherapeutische Maßnahmen auch als Ergänzung zu medizinischer Behandlung eingesetzt, etwa bei Tumor- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Psychotherapie ist eine gezielte Behandlung einer psychischen Krankheit. Die Behandlung soll die Behebung eines bestimmten Problems anstreben und somit zeitlich begrenzt sein.


Die Ausübung der Psychotherapie bedarf der staatlichen Zulassung.
In Deutschland gibt es vier verschiedene Grundberufe, die psychotherapeutisch tätig werden dürfen:
- der Arzt / Psychiater
- der Psychologische Psychotherapeut
- der Heilpraktiker für Psychotherapie
- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten 


Wer auf der Suche nach einer geeigneten Psychotherapie ist, sollte daher unbedingt erfragen, ob der jeweilige Therapeut tatsächlich eine dieser Qualifikationen besitzt, um Psychotherapie anbieten zu dürfen.

Wann ist eine Psychotherapie ratsam?

Wer von seelischen Problemen geplagt wird und diese allein nicht bewältigen kann, sollte sich ebenso wie bei körperlichen Erkrankungen nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Eine Grundvoraussetzung für die Diagnose einer psychischen Krankheit und eine damit verbundene Psychotherapie ist der Leidensdruck und die Motivation des Klienten, an sich und an seinem Problem arbeiten zu wollen. 

Die persönliche Wahrnehmung und Bereitschaft spielt eine wichtige Rolle und hat großen Einfluss auf den Therapieerfolg. 

Je größer die Motivation ist, sich mit dem Problemen auseinander zu setzen und daran zu arbeiten, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie.


Was ist Systemische Therapie?

Die Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das Gesundheit und Krankheit, insgesamt die Lebensqualität von Menschen im Zusammenhang mit ihren relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten sieht.

 
Sie begreift Probleme nicht als Störung eines einzelnen Menschen, sondern als Folge einer Störung im sozialen Umfeld des Individuums, also des Systems. 

Probleme sind somit Ausdruck der aktuellen Kommunikations- und Beziehungsbedingungen in einem System. 

Mit dieser Sichtweise können Symptome auch nützlich erscheinen, da sie auf Störungen der aktuellen Entwicklungsmöglichkeiten hinweisen. 

Ein System kann beispielsweise die Familie, die Schule oder das Arbeitsumfeld sein.


Systemische Therapeuten führen daher die Probleme einer Person auf eine Störung im System zurück. Im Unterschied zu anderen Therapierichtungen liegt jedoch der Fokus nicht darauf, die Einflüsse zu suchen, die krank machen und dem problembehafteten Zustand zu viel Raum zu geben. In der Systemischen Therapie geht der Therapeut vielmehr davon aus, dass jede Störung auch einen bestimmten Zweck im System erfüllt. 

Gefragt wird somit nicht nach dem „warum“ der Störung, sondern nach dem „wozu“?

Gemeinsam mit dem Klienten versucht der systemische Therapeut, die Funktion der Symptome innerhalb des Systems aufzudecken. 

Es wird die Lösung fokussiert. Diese lösungsorientierte Haltung ermöglicht es dann, alternative Wege zu erkunden, die - ohne ungewollte und störende Symptome - zum gewünschten Ziel führen.


Folgende Aspekte sind in der systemischen Therapie von besonderer Bedeutung:


  • Ein kontextuelles Verständnis von individuellen und zwischenmenschlichen Symptomen, Störungen und Problemen.
  • Die Einsicht, dass Probleme grundsätzlich in kommunikativen Prozessen hergestellt und aufrechterhalten werden.
  • Therapie und Beratung können keine gezielten Verhaltensänderungen von außen herbeiführen, sondern regen lediglich Selbstveränderung dynamischer, selbstorganisierter sozialer Systeme an.
  • Es wird vorrangig nach Ressourcen gefragt und in diesen nach Ansatzpunkten für Lösungen gesucht.
  • Wenn nötig und hilfreich, können auch System-Beteiligte in die therapeutische Kooperationsbeziehung einbezogen werden.
  • Allen Beteiligten in einem solchen Kooperationsnetzwerk wird mit einer wertschätzenden Haltung begegnet.


Die Systemische Therapie ist seit dem 22. November 2019 ein  Richtlinienverfahren.

(Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)  hat den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Systemischen Therapie für Erwachsene festgestellt.)



 

"Manchmal muss man aus der Rolle fallen,
um aus der Falle zu rollen."

Virginia Satir
 
 
 
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